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Die Tradition der Blasmusik in Fuchsstadt reicht bis weit in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Nach den ältesten erhaltenen Nachrichten spielten bereits im Jahre 1758 Fuchsstädter Musikanten bei Prozessionen und wurden dafür aus der Kirchenkasse mit sechs Gulden entlohnt. Für die Folgezeit finden sich, insbesondere in der Kirchenchronik, immer wieder Hinweise auf die Existenz von Musikern in Fuchsstadt. So wurden die Musikanten im Jahre 1773 mit vier Pfund für das Aufspielen zum neuen Jahr honoriert.
Ab den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird dann erstmals von „Musikkränzchen" berichtet. Dies war auch die Zeit, in der Blasinstrumente mit Ventilen bekannt wurden.
Damit ergab sich für die Blasmusik die Möglichkeit, nicht nur Naturtöne zu spielen, sondern neue, bis dahin nicht mögliche Klangfarben zu erreichen.
Die erste vereinsmäßige Organisation erhielten Blasmusiker durch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Fuchsstadt im Jahre 1871. Schon damals wurde die bis in die heutige Zeit enge Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr gepflegt.
Feuerwehr ohne Blasmusik war nicht denkbar. Wird heute der Alarm durch die Sirene ausgelöst, so übernahm bis Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der Hornist die Alarmierung, ursprünglich für zwei Mark Jahreshonorar. Es entwickelte sich schnell eine formierte Musikkapelle, die nach der Überlieferung beim Silvesterball des Jahres 1882 der Freiwilligen Feuerwehr aufspielte. Die Kapelle war verpflichtet, bei jeder Übung, auch auswärts, zu spielen und jeweils einen Hornisten für das Signal zu stellen. Dafür erhielt die Kapelle ein Jahreshonorar von 15 Reichsmark.
Diese Tradition hielt sich bis ca. 1950. Nach jeder
Übung wurde die Wehr von der Musikkapelle abgeholt und zum Feuerwehrhaus begleitet. Etwa um die Jahrhundertwende entwickelte sich aus den musikalischen Anfängen die Kapelle Stockmann.
Aus der Namensgebung „Kapelle Stockmann" schließen wir, dass zu diesem Zeitpunkt die Kapelle Stockmann eine eigenständige, von der Feuerwehr unabhängige Musikkapelle war.
In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 rückte die örtliche Blasmusik in den Hintergrund. Teilweise wurden auch Fuchsstädter Musikanten bei Militärkapellen eingesetzt.
Nach dem Krieg wagte Johann Volpert mit einigen Musikern einen Neubeginn.
Von Auftritten der Kapelle aus den 20er Jahren wird berichtet, u. a. von der Einweihung des
Kriegerdenkmals.
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